ROHSTOFF NEWS

15:33 | 27.10.2021
Deutlicher Rückgang der weltweiten Stahlproduktion

Dem Weltstahlverband zufolge fiel die globale Stahlproduktion im September auf 144,4 Mio. Tonnen bzw. 4,66 Mio. Tonnen pro Tag (- 8,9% ggü. Vj.) und damit die niedrigsten Werte seit April 2020. Der Rückgang ist fast gänzlich auf China zurückzuführen. Dort erfolgte aufgrund angeordneter Kürzungen ein Produktionseinbruch von über 20%. Inzwischen liegt Chinas Anteil an der globalen Stahlproduktion nur noch bei 51% (Frühjahr 58%). In den großen Produzentenländern wie etwa Indien, Japan und den USA wurde im letzten Monat zumeist deutlich mehr Stahl hergestellt. Die globale Stahlproduktion in den ersten drei Quartalen beläuft sich auf 1,46 Mrd. Tonnen (+ knapp 8% ggü. Vj.). Legt man zugrunde, dass die Stahlproduktion im laufenden Quartal auf dem niedrigen September-Niveau verharren sollte, würde sich auf das Gesamtjahr hochgerechnet immer noch eine rekordhohe Produktion von rund 1,9 Mrd. Tonnen ergeben. Diese würde ausreichen, um die diesjährige Nachfrage (lt. Weltstahlverband 1,86 Mrd. Tonnen) zu decken. In Europa scheint die starke Aufwärtsbewegung der Stahlpreise inzwischen beendet zu sein. Die Preise für warm- und kaltgewalzten Stahl fielen in den letzten Wochen von ihren Rekordhochs Mitte August um 19% bzw. um 14%. Derzeit liegt der Preis für warmgewalzten Stahl bei 1.000 EUR je Tonne und für kaltgewalzten Stahl bei 1.170 EUR je Tonne.
Auch die Preise für Eisenerz und Industriemetalle schwächen derzeit. Eisenerz fällt unter 120 USD je Tonne. Der LME-Industriemetallindex (4.500 Punkte) gab seit seinem in der vorletzten Woche erreichten Rekordhoch über 5% ab.


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