ROHSTOFF NEWS

15:51 | 06.12.2019
China will weniger stark von Sojabohnenimporten abhängig sein

In China hat sich die diesjährige Sojabohnenernte auf 18,1 Mio. Tonnen (+13%) erhöht, hauptsächlich aufgrund der ausgeweiteten Anbaufläche (+11%). Die Landwirte hatten hohe staatliche Subventionen für den Anbau erhalten. Dies stellt einen Richtungswechsel dar, nachdem bisher der Anbau von Mais, Weizen und Reis Vorrang hatte. Die reichlichen Lagerbestände bei Mais, Weizen und Reis geben nun offensichtlich Spielraum für die teilweise Nutzung der Anbaufläche für Sojabohnen. Beim Bestreben, die Importabhängigkeit zu reduzieren, dürfte der sino-amerikanische Handelsstreit eine wesentliche Rolle spielen. In den ersten zehn Monaten importierte China insgesamt knapp 71 Mio. Tonnen Sojabohnen, überwiegend (69%) aus Brasilien. Aus den USA kamen lediglich 16%. Heute hat China für einige weitere Lieferungen die seit Juli 2018 geltenden 25%igen Zölle ausgesetzt. Die exakten Höhen der Lieferungen sind bislang nicht bekannt.


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