ROHSTOFF NEWS

15:29 | 13.08.2019
Agrarmärkte: USDA-Schätzungen überraschen

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat gestern erwartungsgemäß seine Angabe für die US-Maisfläche 2019/20 gesenkt. Die Abwärtsrevision fiel jedoch entgegen der Markterwartung (fast 5%) nur sehr gering aus. Die Ertragsschätzung überraschte. Das USDA bleibt mit seiner Prognose unter dem Vorjahr, liegt aber deutlich höher als die meisten Beobachter. Letztere hatten aufgrund der in den letzten Wochen schlechteren Pflanzenbewertungen eine Absenkung erwartet. In Summe nahm das USDA gestern sogar eine geringfügige Anhebung vor, während der Markt mit einer spürbaren Abwärtsrevision der US-Ernteprognose gerechnet hatte. Gemeinsam mit der Rekordernte in der Ukraine führt dies zu einer höher angesetzten globalen Produktion, die Nachfrage wird – auch wegen China – jetzt leicht unter Vorjahr gesehen. Das globale Defizit soll sich nun (statt auf bisher 30 Mio. Tonnen) auf 21 Mio. Tonnen belaufen. Dies liegt weit niedriger als vom Internationalen Getreiderat IGC Ende Juli geschätzt (nahe 50 Mio. Tonnen). Der Maispreis reagierte auf die USDA-Schätzungen mit einem Rückgang um den maximal möglichen Tagesbetrag und liegt auch heute Morgen deutlich im Minus.
Der Sojabohnenpreis gab gestern im Sog von Mais nach, obwohl das USDA hier eine über Erwartung starke Reduktion der US-Fläche vorgenommen hat. Folge ist eine Absenkung der US-Ernte um 4,5 Mio. Tonnen, die nicht von anderen Produzenten kompensiert wird. Die globalen Bestände gehen daher 2019/20 um fast 13 Mio. Tonnen zurück. Der Sojabohnenpreis kann heute seine Verluste wieder gut machen.


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