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10:31 | 08.11.2019
Erfolgreiche Maßnahmen: Lufthansa-Aktie zurück auf Juni-Niveau

Erste Erfolge der Lufthansa durch Eingriffe bei Eurowings sowie neue Sparpläne für schwächelnde Tochtergesellschaften haben die Aktie der Fluggesellschaft am Donnerstag an die Dax-Spitze katapultiert. Die Papiere gewannen zuletzt 8,54 Prozent auf 17,535 Euro und erreichten damit wieder den höchsten Stand seit Mitte Juni.

Mit diesem Kursplus hellt sich auch das charttechnische Bild auf: Die Papiere haben die exponentielle 200-Tage-Linie bei aktuell knapp unter 17 Euro zu durchbrochen, die den längerfristigen Trend signalisiert.

Vor rund 5 Monaten hatte die Lufthansa ihre Gewinnprognose für 2019 wegen des aggressiven Wettbewerbs im Billigflugsegment eingedampft. Die Aktie, die sich seit Jahresbeginn bereits mehr auf Tal- als auf Bergfahrt befand, war daraufhin hart abgestraft worden und bis August auf ein Zwischentief bei 12,58 Euro gesackt. Seither geht es wieder vorsichtig aufwärts. Unter den 30 Dax-Werten ist die Lufthansa-Aktie aber bis dato weiterhin das Schlusslicht mit einem Kursverlust von knapp 11 Prozent. Der Dax selbst legte seit Jahresbeginn um rund 26 Prozent zu.

Dass die Lufthansa ihre Ziele für das Gesamtjahr nun zur Vorlage ihrer Neunmonatsbilanz bestätigen konnte, sei nicht zuletzt der stärkeren Geschäftsentwicklung der Billigflug-Tochter Eurowings und einer guten Kostenentwicklung geschuldet, hoben die Analysten von Davy Research positiv hervor. Alles in allem hätten sie eine freundliche Kursreaktion erwartet, zumal es für die Konsensschätzungen nun auch wieder etwas Aufwärtspotenzial gebe.

„Streiks bleiben Unsicherheitsfaktor“

Zur Entwicklung bei Eurowings hieß es von Davy: “Inzwischen sind erste Erfolge in Richtung einer Trendwende sichtbar, die konsequent weiterverfolgt wird.” Dabei wurde auf das im Jahresvergleich wieder gestiegene operative Ergebnis (Ebit) im dritten Quartal der Lufthansa-Tochter verwiesen.

Zudem hoben die Experten des irischen Analysehauses hervor, dass die Lufthansa ihre Stückkosten im dritten Quartal verringert habe, da für die Netzwerk-Airlines der Unternehmensgruppe die Vorteile einer beträchtlich verbesserten Stabilität in der Flugaktivität und deutlich langsamer wachsende Instandhaltungskosten spürbar geworden seien.

Die Streiks bereiten Analysten Sorge. Deren Einfluss “bleibt ein Unsicherheitsfaktor”, schrieb etwa Adrian Yanoshik von der Berenberg Bank.

Abhängig vom Ausmaß der Störungen durch den Streik der Kabinen-Gewerkschaft Ufo rechne das Management mit einem negativen Einfluss auf das Ebit zwischen 10 und 20 Millionen Euro pro Tag, gab er zu bedenken. Zudem sei auch auf Kapazitätsrückgänge im Winter in Europa und ein rückläufiges Transatlantik-Geschäft verwiesen worden. “Diese Trends decken sich mit unserer Einschätzung und den Trends, die auch andere Fluggesellschaften im Zuge ihrer Berichtserstattung zum dritten Quartal bekannt gegeben haben”, so Yanoshik. (dpa-AFX / Eig. Ber.)

Foto © Lufthansa


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