EXPERTEN

13:56 | 14.01.2019
HSBC T&B – Und sonst?

USA: Im Dezember ist die Inflationsrate infolge sinkender Energiepreise wieder unter die 2-Prozentmarke gerutscht. Der Rückgang von 2,2 % im November auf 1,9 % lag allerdings ebenso im Rahmen der Markterwartungen wie die Kerninflationsrate, die mit 2,2 % auf dem Vormonatsniveau verharrte. Letzteres impliziert jedoch, dass sich die Teuerung in den USA in der Grundtendenz konstant über dem Fedziel von 2 % behaupten kann. Dies stützt somit die Einschätzung der US-Notenbanker, dass weitere Anhebungen der Fed Funds-Rate in diesem Jahr erfolgen könnten. Wir rechnen dabei aber nur noch mit einer Zinsanhebung im September um 25 BP.

Großbritannien: Auch im November hat sich der Abwärtstrend des BIP-Wachstums fortgesetzt. So fiel die Dreimonatsrate im Vergleich zum Vortrimester von 0,4 % auf nur noch 0,3 % zurück. Dabei verhinderten der Dienstleistungs- sowie der Bausektor eine noch schlechtere Performance, während die Industrieproduktion wie in anderen europäischen Ländern schwächelte. Insgesamt drückt die Unsicherheit in der „Brexit-Frage“ daher weiterhin auf die Konjunkturstimmung in Großbritannien. Wir rechnen für das Gesamtjahr 2018 mit einem BIP-Wachstum von 1,3 % (2017: 1,7 %).

China: Im Dezember hat sich die Außenhandelsdynamik massiv eingetrübt. So sank die Jahresrate der Exporte von +5,4 % im November überraschend auf -4,4 % und für die Importe von +3,0 % auf -7,6 %. Die Hauptursache hierfür dürfte neben der sich abschwächenden Weltwirtschaft vor allem der Handelskonflikt mit den USA darstellen. Damit steigt der Druck auf China für eine Einigung in den laufenden Handelsgesprächen mit den USA. Zur Stabilisierung der Inlandsnachfrage rechnen wir zudem mit geld- und fiskalpolitischen Lockerungen, wie u. a. weitere Senkungen der Mindestreservesätze sowie Steuererleichterungen für Unternehmen.

EXPERTEN

13:29 | 08.01.2019
HSBC T&B – Und sonst?

Großbritannien: Premierministerin Theresa May gab gestern bekannt, dass die Parlamentsabstimmung über den Austrittsvertrag aus der EU am 15. Januar stattfinden soll. Gleichwohl erscheint eine Mehrheit im Unterhaus für den von ihr ausgehandelten „Brexit-Deal“ weiterhin eher unwahrscheinlich. In diesem Zusammenhang haben Vertreter der EU gestern erneut bekräftigt, dass eine von vielen parteiinternen Kritikern sowie dem nordirischen Koalitionspartner DUP geforderte Neuverhandlung des Vertragswerkes nicht in Betracht gezogen wird. Der Euro näherte sich daraufhin zum Pfund wieder der Marke von 0,90 GBP.

Eurozone: Gemäß der gestrigen Erhebung des Sentixindex hat sich die Stimmungslage zum Jahresauftakt 2019 weiter eingetrübt. So fiel der Gesamtindex von -0,3 im Dezember auf -1,5 Punkte und damit den niedrigsten Stand seit Dezember 2014. Somit deutet sich in der Eurozone eine weitere Abkühlung der Wirtschaftsdynamik an.

Deutschland: Die Auftragseingänge sind im November um 1,0 % gg. Vm. zurückgegangen und lagen damit unterhalb der Markterwartungen (-0,4 %). Hauptverantwortlich hierfür war ein massiver Einbruch der Nachfrage aus dem Euroraum, die im Vergleich zum Vormonat um 11,6 % niedriger ausfiel, während die Auftragseingänge aus dem übrigen Ausland (2,3 % gg. Vm.) sowie dem Inland (2,4 % gg. Vm.) sogar zunahmen. Ein kleiner Lichtblick in den insgesamt eher ernüchternden Daten stellte indes der deutliche Anstieg von 4,5 % gg. Vm. bei den Auftragseingängen im Automobilsektor dar. Dies lässt darauf schließen, dass die Hersteller die Probleme bei der Auslieferung neuer Modelle durch die WLPT-Testverfahren allmählich in den Griff bekommen.


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